Strafverteidigertag Rechtspolitik

Fortbildung Stühle

Fortbildung für Strafverteidiger*innen

 

14./15. September 2018 - Chorin

die revision im zeitalter der prozess-ökonomie: rechtskontrolle versus ressourcen & verständigung

Hotel „Haus Chorin“ : Neue Klosterallee 10 : 16230 Chorin : Beginn 17.00 Uhr
Die Veranstaltung beginnt am Freitagabend um 17 Uhr mit der Podiumsdiskussion.
Teilnehmer: Dr. Alexander Ignor, Rechtsanwalt, Berlin; Dr. Hartmut Schneider, Bundesanwalt beim Bundesgerichtshof
Moderation: RA Stefan Conen, Berlin

Im Anschluss an die Podiumsdiskussion wird ab 20.15 Uhr am Veranstaltungsort in der „Alten Klosterschänke“ die traditionelle Abendveranstaltung stattfinden.

In den am Samstag ab 10 Uhr stattfindenden Arbeitsgemeinschaften werden wir diese Themen näher beleuchten:

AG 1: „Verteidigung in der Hauptverhandlung mit Blick auf die Revision“
Eine erfolgreiche Revision setzt nicht selten eine professionelle und engagierte Verteidigung in der Hauptverhandlung voraus. Das Wissen etwa um Präklusionen, notwendige Verfahrensbeanstandungen sowie Chancen und Tücken des Beweisantragsrechts ist hierfür Voraussetzung. Gleichzeitig drohen die höchstrichterlichen Anforderungen an das prozessuale Agieren des Verteidigers in der Tatsacheninstanz, um sich Revisionsrügen zu erhalten, diesen gegenüber dem Konsensverteidiger in die Rolle eines ungeliebten Querulanten zu drängen. Die Arbeitsgemeinschaft will sich mit den erforderlichen Voraussetzungen einer für die Revision notwendigen Verteidigung in der Hauptverhandlung ebenso auseinandersetzen wie mit dem schwierigen Spagat zwischen der Pflege des Verhandlungsklimas und dem Erhalt der Revisionschancen.
Referenten:
RAin Dr. Jenny Lederer, Essen
RA Ali B. Norouzi, Berlin
Jörg Hollering, wissenschaftlicher Mitarbeiter 5. Strafsenat BGH, RiLG Berlin
Clemens Basdorf. Vorsitzender des 5. Strafsenats, Bundesgerichtshof a. D. (angefragt)
Moderation: RAin Dr. Heide Sandkuhl, Potsdam

AG 2: „Verteidigung im Revisionsverfahren“
Die stetig steigenden Anforderungen an eine zulässige Revisionsbegründung stellen gelegentlich selbst Revisionsspezialisten vor Rätsel. Das Motiv für diese Entwicklung scheint nur scheinbar leicht zu durchschauen – „je begründeter eine Rüge ist, desto unzulässiger muss sie sein“. Sind die gestiegenen Anforderungen rechtlich zu begründen, nur nicht jedem verständlich? Was erwarten Revisionsrichter und die Bundesanwaltschaft von einer Revision auch an Lesbarkeit. Welchen Sinn und welche Erwartung hegen die Beteiligten an eine Revisionshauptverhandlung? Welche Botschaft beinhalten auch Nichtaufhebungen für die Rechtskultur in der Tatsacheninstanz? Solche Fragen sollen u. a. in der Arbeitsgemeinschaft 2 beleuchtet werden.
Referenten: Dr. Hartmut Schneider, Bundesanwalt beim Bundesgerichtshof
Dr. Carsten Momsen, FU Berlin
Norbert Mutzbauer, VorRIBGH, 5. Strafsenat, Leipzig
RA Prof. Dr. Stefan König, Berlin
Moderation: RA Kai Peters, Berlin

Kosten & Anmeldung:
80,00 € für Mitglieder, die noch nicht länger als 2 Jahre zugelassen sind
120,00 € für sonstige Mitglieder
170,00 € für Nichtmitglieder
Im Tagungspreis sind enthalten
– jeweils Kaffee und Kuchen in den Pausen
– alkoholfreie Getränke
– das Abendessen (exklusive Getränke) am 14. September 2018
– das Mittagessen am 15. September 2018.
Anmeldung bitte über die Geschäftsstelle der Vereinigung Berliner Strafverteidiger nur mit Anmeldeformular_2018 und nur per Fax unter der Faxnummer 030/347 812 66.
https://www.strafverteidiger-berlin.de/2474-2/

Alle Zimmer sind bereits vergeben, weshalb eine Zimmerreservierung nicht mehr möglich

 

6. Oktober 2018 - Köln

verständigung

Hopper Tagungszentrum : Brüsseler Str. 26 50674 Köln : 9:00 Uhr - 14:30 Uhr
Referent: Generalbundesanwalt Prof. Dr. Hartmut Schneider, Bundesgerichtshof, Leipzig

Die Verständigung im Strafverfahren zählt zu den besonders wichtigen Themen moderner Strafverteidigung. Sie eröffnet für den Mandanten Chancen, aber auch Risiken. Diese sachgerecht ausloten kann nur, wer das Recht der Verständigung beherrscht. Darüber hinaus ist die Beschäftigung mit den einschlägigen Vorschriften der StPO auch mit Blick auf die Revisionsinstanz interessant. Den Tatgerichten unterlaufen im Kontext der Verständigung namentlich bei Mitteilung des wesentlichen Inhalts verständigungsbezogener Erörterungen häufig Fehler, deren Beanstandung in der Revisionsinstanz in aller Regel gute Erfolgsaussichten bieten. Vor diesem Hintergrund werden in der Fortbildungsveranstaltung folgende Themen abgehandelt:
• Verständigung und Amtsaufklärungspflicht
• Taugliche Gegenstände einer Verständigung im Sinne von § 257 c Abs. 2 StPO
• Mitteilungspflichten nach § 243 Abs. 4 StPO
• Dokumentationspflichten nach § 273 Abs. 1 a StPO
• Abgrenzung verständigungsorientierter Gespräche von Rechtsgesprächen im Sinne des § 257 b StPO
• Verständigung und Berufungsinstanz

Dr. Hartmut Schneider präsentiert die Probleme anhand zahlreicher Beispielsfälle aus der höchstrichterlichen Rechtsprechung, diese bereitet er unter Berücksichtigung verteidigungstaktischer Erwägungen didaktisch auf. Den Teilnehmern wird ein etwa 120 Seiten umfassendes Manuskript zur Verfügung gestellt.

Kosten:
Jungmitglied: € 100,00*
Mitglied: € 175,00 *
Nichtmitglied: € 220,00 *
inkl. Seminarunterlagen, W-Lan. Eine Teilnahmebescheinigung gemäß § 15 FAO wird für 5 Std. erteilt.
*Umsatzsteuerbefreite Fortbildungsveranstaltung eines Berufsverbandes.

Anmeldung:
Kölner Anwaltverein Service GmbH
Oberlandesgericht Köln
3. Etage, Zimmer 316
Reichenspergerplatz 1
50670 Köln
service(at)koelner.anwaltverein.de

 

13. Oktober 2018 - Karlsruhe

telekommunikationsüberwachung im strafverfahren

ACHAT Plaza Karlsruhe : Mendelssohnplatz : 76131 Karlsruhe : 10:00 - 18:00 Uhr
Referent: RA Hans Meyer-Mews, Bremen

Der Referent, Herr Kollege Hans Meyer-Mews aus Bremen, ist Fachanwalt für Strafrecht und seit 1994 als Strafverteidiger tätig. Er ist durch zahlreiche Fachveröffentlichungen, insbesondere zum Strafprozessrecht, ausgewiesen. Das Seminar bringt die Teilnehmer auf dem neuesten Rechtstand in Sachen „TKÜ“ und enthält zahlreiche Anregungen für Verteidigungsstrategien bei Telekommunikationsüberwachung.

Kosten:
Mitglied: € 80,00 *
Nichtmitglied: € 120,00 *
Ein Mittagessen im Tagungshotel ist im Preis enthalten. Eine Teilnahmebescheinigung gemäß § 15 FAO wird für 6 Std. erteilt.
*Umsatzsteuerbefreite Fortbildungsveranstaltung eines Berufsverbandes.

Anmeldung:
schriftlich oder per E-Mail an:
Rechtsanwalt Marvin Schroth,
Riefstahlstr. 12, 76133 Karlsruhe,
Telefax: (0721) 9779 0410,
strafverteidiger-bw(at)schroth-kollegen.de.

 

3. November 2018 - Frankfurt/M.

die verlesung von schriftlichen erklärungen, vernehmungs-protokollen und anderen urkunden (§§ 249 ff. StPO)

Haus der Volksarbeit e.V. | Eschenheimer Anlage 21, 60318 Frankfurt am Main :
10.00 - 16.00 Uhr

Referent:
RA Dr. Ralf Ritter, Hamburg

In der zweiten diesjährigen Fortbildungsveranstaltung, die die Vereinigung hessischer Strafverteidiger in Kooperation mit dem RAV anbietet, wird Rechtsanwalt Dr. Ralf Ritter sich mit der Problematik der Verlesung von schriftlichen Erklärungen, Vernehmungsprotokollen und anderen Urkunden (§§ 249 ff. StPO) befassen. Ziel des Seminars ist es, die Kenntnisse über die Möglichkeiten und Grenzen des Urkundenbeweises aufzufrischen sowie strittige Bereiche mit der entsprechenden höchstrichterlichen Rechtsprechung darzustellen und zu diskutieren.

Kosten & Anmeldung:
Anmeldungen sind bitte per Mail zu richten an: fortbildung(at)rav.de.
Teilnahmegebühr (inkl. MwSt.):
60,00 € // 90,00 € für Berufsanfänger*innen bis zwei Jahre Zulassung mit // ohne Mitgliedschaft RAV oder Vereinigung hessischer Strafverteidiger
110,00 € // 160,00 € mit // ohne Mitgliedschaft RAV oder Vereinigung hessischer Strafverteidiger

 

3. November 2018 - Hannover

aktuelles strafverfahrensrecht

Hotel Loccumer Hof : Kurt-Schumacher-Str. 14/16 : 30159 Hannover : 10:00 - 17:00 Uhr

Referenten:
RiOLG Frank Bornemann, Celle
RA Hans Holtermann

Das Gesetz zur effektiveren und praxistauglicheren Ausgestaltung des Strafverfahrens vom 17.08.2017 hat eine Vielzahl, teils einschneidender Änderungen im Strafverfahrensrecht gebracht. In dem Seminar werden die Neuregelungen und die bisherigen Erfahrungen aus der Praxis dargestellt werden.

Insbesondere werden folgende Themen vertieft:
• Einschränkungen im Befangenheits- und Beweisantragsrecht
• Erweiterung Verlesung / Videovernehmung
• Änderungen bei der notwendigen Verteidigung
• Hinweispflichten, Erörterungen, opening statement
• Erweiterte Rechte der Ermittlungsbehörden (Erscheinenspflicht bei der Polizei, § 81a, §§ 81 e, h)
• Quellen-TKÜ und Online-Durchsuchung
Teilnehmer erhalten eine Bescheinigung nach § 15 FAO (5,5 Stunden).

Kosten & Anmeldung:
Anmeldungen bitte ausschließlich schriftlich, per Fax (0511 / 383 97 88) oder Email (vnbs(at)strafverteidiger-vnbs.de) an die Geschäftsstelle der VNBS.
Die Teilnahmegebühr beträgt 170,00 € für Mitglieder der Strafverteidigervereinigungen und 230,00 € für Nichtmitglieder. Für junge Kolleginnen und Kollegen, die nicht länger als drei Jahre zur Anwaltschaft zugelassen sind, beträgt die Gebühr 140,00 € (Mitglieder) bzw. 190,00 € (Nichtmitglieder).

 

EU-Strafrechtstag 2018

Vom 30.11 bis 1.12.2018 findet in Bonn erneut der EU-Strafrechtstag statt. Nähere Informationen finden Sie hier.

43. Strafverteidigertag Regensburg, 22. - 24. März 2019

Der 43. Strafverteidigertag wird vom 22. bis 24. März 2019 ins Regensburg stattfinden. Näehere Inforationen zum Programm finden Sie ab Herbst 2018 auf unserer Seite.